Am 26.11.2010 findet in Fulda die diesjährige Mitgliederversammlung des “Berufsverbandes der Deutschen Psychologinnen und Psychologen Sektion Verkehrspsychologie” (BDP Verkehr) statt.
Eventuell finden dort auch die Neuwahlen des Vorstandes statt. Nicht genaues weis man noch nicht. Das mag für den einen oder anderen etwas ungewöhnlich sein. Für Verkehrspsychologen ist so ein Chaos – wo man noch gar nicht weis, was man macht oder machen will, aber das mit ganzem Herzen – eher alltäglich.
Was macht so ein Berufsverband eigentlich?
Inhaltlich geht es hier nie um MPU-Beratung und was verbessert/verändert werden könnte, oder die verschärften Beurteilungskriterien bei Alkohol- oder Drogenauffälligkeit. Es werden hier eher die grundsätzlichen Rahmenbedingungen besprochen und allgemeine Weichen für die Zukunft gestellt.
So versucht die Sektion Verkehr des BDP, die angekündigten Änderungen im Punktesystem mit zu beeinflussen, etc. Insgesamt also «hohe Politik».
Ich überlege mir gerade, ob ich mich nicht berufspolitisch dort engagieren sollte.
Immer über die Aktivitäten der Interessenvertretung schimpfen ist natürlich viel, viel leichter als selbst die Berufspolitik aktiv mit zu gestalten versuchen.
Ich denke, es ist deutlich an der Zeit, aus dem «Gegeneinander» verschiedener hier vertretenen Gruppen und Interessen – Verkehrspsychologen gibt es in z.B. Begutachtungsstellen, in beratenden Organisationen sowie freiberuflich Aktive – ein «Miteinander» zu machen.
Und ich denke, dass ich durch mein häufiges tabuloses Auftreten mit Kollegen gleich welcher Couleur und durch mein erworbenes fachübergreifendes Wissen einer der richtigen Personen bin, die Verkehrspsychologen stellvertretend repräsentieren sollte.
Falls es gelingt, eine – lockere – Gruppe von Leuten zusammenstellen, die alle vertretenen Interessengruppen vertreten und ebenfalls das miteinander favorisieren, werde ich wohl versuchen, mich in den Vorstand des BDP wählen zu lassen.